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Eifeltour 2008

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Anfang 2008 beschlossen Jan und ich eine 4 tägige Radwanderung zu unternehmen. Schnell war ein Termin im April gefunden und so begab ich mich an die Planung der Route. Heraus kam eine überschaubare Runde, welche uns zum Großteil entlang der Eifelhöhenroute führen sollte. Einstiegspunkt war das Örtchen Nettersheim, das etwa 10km westlich vom historischen Blankenheim liegt. Da in den örtlichen Jugendherbergen Rund um die Strecke kein Zimmer mehr zu bekommen war, wählten wir als Unterkünfte Privatpensionen aus. 


Etappe 1: Langenfeld -> Nettersheim (130km / 900hm)

Es war ein frischer Morgen am 2. April, als ich mich auf den Weg nach Richrath, unserem üblichen Treffpunkt, aufmachte. Immerhin waren es 10 Grad und trocken, wo es doch noch eine Wochezuvor heftig geschneit hatte in der Region Eifel. Wir beschlossen, den Rhein so schnell wie möglich zu überqueren und dann, möglichst verkehrsarm, in westlicher Richtung den Erft-Radweg zu erreichen, der uns dann gen Süden in die Eifel führen sollte. Wir radelten also erstmal runter nach Unterbach wo wir mit der Fähre übersetzten. Das Stück bis Köln war bekannt, sodass wir erstmal nicht auf die Karte gucken mussten. In Höhe von Frechen trafen wir dann auf den besagten Radwanderweg, der fast durchgängig parallel zur Erft verläuft. Leider ist der Radweg nicht durchgängig asphaltiert und stellenweise eine fahrerische Herausforderung, wenn man nicht gerade mit dem Mountainbike unterwegs ist. Dafür aber muss man die Strecke nicht mit Autos teilen. Ab nun ging es auch stetig, aber mässig bergauf in die Eifel. Alles lief rund und nach etwa 4 Stunden legten wir die erste und auch einzige längere Pause an einer Bäckerei ein. Ein bisschen suchen mussten wir dann in Erftstadt, wo der Radweg durch mitten durch die City führt. Den Radweg folgten wir dann bis hinter Badmünstereifel, wo er an der Erft-Quelle endet. Von dort aus waren es dann noch ca. 10km bis zu unserer ersten Zwischenstation in Nettersheim-Marmagen. Dannach folgte dann duschen, essen gehen und schlafen.


Etappe 2: Nettersheim -> Monschau (105km / 900hm)
Am zweiten Tag war unser Ziel die wunderschöne, historische Stadt Monschau zu erreichen. Diese wollten wir über den ersten, nördlichen Teil der insg. 230km langen Eifelhöhenroute erreichen. Wir starteten bei leichtem Regen, der leider rasch stärker wurde. Die Route führte uns zuerst wieder ein Stück zurück um den genannten Radwanderweg zu erreichen. Dann ging es erstmal durch den Wald, wobei der Weg recht fest und somit gut befahrbar war. Es ging immer mal wieder hoch und runter und bis zur Urfttalsperre auch erstmal wieder über asphaltierte Strassen und Radwege.
Dann entlang des Talsperre, sowie des Rursees verlief die Streckenführung allerdings wieder über losen Untergrund, was auf Dauer zur Strapaze wurde. Immerhin war es sehr idylisch und man konnte immer wieder auf die Seen gucken. Den Rursee einmal, im Endeffekt überflüssigerweise umrundet, beschlossen wir uns abnun an die Karte zu halten und den Radweg zu verlassen. Nach einer ordentlichen Steigung, hinauf nach Schmidt, wo sich überings ein sehr schöner Aussichtspunkt befindet, ging es nun im welligen Profil in Richtung Monschau. Der Regen hatte sich eingestellt. Angekommen in der Stadt, stellten wir schnell fest, dass wir noch einen letzten Berg an diesem Tag hinauf fahren mussten um unsere Unterkunft zu erreichen. Die Pension, wie beschrieben, überhalb der Stadt gelegen, war sehr gut und modern ausgestattet und auch die Auswahl der Getränke war nicht dürftig. Wir fühlten uns wohl und nach ausgiebiger Wegbeschreibung seitens des Gastgebers machten wir uns auf den Weg in Richtung Altstadt um Abend zu essen. Das Schnitzel war schnell verdrückt und so blieb noch Zeit für ein Bier in einer Kneipe, welche ihren Namen "Haller" nach einer überhalb der Stadt stehenden Ruine erhalten hatte. Was Haller bedeutete konnte uns allerdings auch der einheimische Wirt nicht erklären.


Etappe 3: Monschau -> Nettersheim (111km / 1600hm)

Gestärkt durch ein reichhaltiges Frühstück und hochmotiviert machten wir uns bei trockenem Wetter auf den Weg zurück nach Nettersheim. Monschau, die ursprünglich durch Weberei und Senf bekanntgewordene Stadt, lag noch im Nebel. Diesesmal fuhren wir über den südlichen Teil der Höhenroute, welcher uns erst einmal weiter bergauf entlang der Grenze zu Belgien nach Hellenthal führte. Zwischenzeitlich waren wir auf fast 700 Metern über dem Meeresspiegel und dort oben lag am Rande des Weges sogar noch Schnee, dann ging es hinunter nach Hellenthal, wo wir eine Verpflegungspause einlegten. Ab nun war die Strecke dann auch überwiegend asphaltiert und führte uns meist über Radwege und verkehrsarme Nebenstrecken durch die Eifel. Wenngleich wir die Fahrt sehr genossen, hinterlies das doch sehr wellige Profil langsam seine Spuren. Leider hatten wir es versäumt,  uns vor der ortsüblichen Mittagszeit mit Leckereien einzudecken, sodass wir nun erstmal durchhalten mussten. Ab Kilometer 100 machten wir dann in Blankenheim nochmal einen längeren Stop und verköstigten uns in einer Bäckerei mit Kaffee und Kuchen. Von hier aus waren es dann nocmal 2 Hügel und gute 15km zurück nach Nettersheim, wo wir wieder in der Pension einkehrten wo wir bereits zwei Tage zuvor genächtigt hatten. Die 3. Etappe und härteste Tour zu diesem Zeitpunkt des Jahres war geschafft.

Etappe 4: Nettersheim -> Langenfeld (135km / 400hm)
Der vierte und letzte Tag unseres Kurztrips stand an, heute sollte es nach Hause gehen und zwar überwiegend bergab! Nachdem wir beim Frühstück ausgelost hatten, wer die Wurst und wer den Käse essen darf, starten wir also, leider bei starkem Regen, gen

Heimat. Da wir auf möglichst direktem Weg bleiben wollten, entschieden wir uns für die ohnehin morgens schwach befahrene Bundesstrasse nach Badmünstereifel. Von dort aus ging es dann, bei wechselnden Wetterverhältnissen in nördlicherrichtung, aber immer über Strasse in Richtung Frechen bei Köln. Auch auf dem Rückweg suchten wir uns in Erftstadt wieder einen Wolf nach dem Richtigen weg. Zum Glück war es trocken und die gute Karte wurde nicht nass. Nachdem wir einen "Ausweg" gefunden hatten führen wir auf einer als Nebenstrecke ausgeschilderten Landstrasse weiter. Köln umfuhren wir, wie auch auf dem Hinweg westlich. Einmal suchen mussten wir dann noch Dormagen, leider regnete es wieder und zu dem war es richtig kalt. Die Autofähre gefunden mussten wir dummerweise noch eine ganze Zeit warten, da diese gerade ohne uns abgefahren war. Es wurd fies kalt und wir wollten nur noch nach Hause. Nachdem wir den großen Fluß überquert hatten trennten sich unsere Wege und nach weiteren 20 Kilometern war ich durchgenässt und halb erfroren endlich wieder zu Hause. Ich hoffe, dass wir auch im nächsten Jahr wieder gemeinsam losrollen!


Tourstatistik:

  • 4 Fahrtage
  • fast 500 Kilometer
  • 3800 Höhenmeter
  • keine Pannen


 

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